Bio

Musik war schon immer meine Leidenschaft. In ihr fand ich bereits als Kind eine Welt, in der ich meine Gefühle ausdrücken konnte.

Ich wuchs mit Klavier-, Ballettunterricht und musikalischer Früherziehung auf, liebte Kanons und war meistens ziemlich laut – nicht nur beim Singen. Meine Energien waren unbändig und suchten sich ihren Weg zuerst über die körperliche Ausdrucksebene. Viele Jahre widmete ich mich intensiv dem Tanz. Bereits damals brauchte ich die Vielfalt: klassisches Ballett, Jazzdance, Modern Dance, Flamenco und Steppen. Nach der Schule begann ich im Hinblick auf die Schnelllebigkeit des Tänzerlebens und meine Liebe zum Gesang und zur Schauspielerei eine 3-Sparten-Ausbildung (Schauspiel, Gesang, Tanz).

Im Singen entdeckte ich dank meiner Lehrerin Barbara Schramm etwas für mich vollkommen Neues: Loslassen statt Krafteinsatz, fließen lassen statt führen. Ich weitete mich immer mehr und durfte erfahren was es bedeutet einfach zu sein.
Mein Debüt gab ich im Jahr 2000 unter der Regie von Bernhard Paul am Wintergarten Varieté in Berlin. Damals entstand eine tiefe Verbundenheit mit der Welt des Zirkus und der Kunst der Artistik. In den darauf folgenden Jahren führten mich Engagements bundesweit an verschiedene Theater, in Dinnershows und auf Kreuzfahrtschiffe rund um die Welt. Ich entdeckte meine Liebe zu Jazz und Pop; deutsches Chanson, Soul, die Klassik … und inspiriert durch einen Nebenjob beim Cirque du Soleil meine Faszination für osteuropäische Weltmusik. 2005 machte ich erste Erfahrungen mit dem Studium von bulgarischem Frauengesang. 2007 tauchte ich in die musikalische Welt der Roma ein und wirkte in einem Projekt unter der Leitung von Ida Kelaróva (Prag) mit.

2007 kam es schließlich zum Richtungswechsel. Ich folgte meinem Herzenswunsch, als → Schauspielerin neues Terrain zu betreten. Überall konzentrierte ich mich nun auf die leisen Töne: als Schauspielerin auf das intime Spiel vor der Kamera und als Sängerin zog ich kleine Bandbesetzungen und ein intimes Ambiente den Bühnenshows meiner ersten Jahre vor. Ich wollte nicht mehr „abliefern“ müssen, sondern nur noch die Lieder singen, mit denen ich mich identifizieren konnte. In dieser Phase traf ich auf den Oldenburger Theaterpianisten Burkhard Niggemeier. Als → Böhm & Niggemeier entstanden diverse Neuinterpretationen bekannter Titel aus Chanson und Pop, vorwiegend in deutscher Sprache, sowie verschiedene Projekte, in denen szenisches Spiel und Lesung mit Musik verschmelzen.

Allen guten Ratschlägen und Erwartungen bestimmter Branchen oder Personen mich auf eine Richtung zu spezialisieren zum Trotz, habe ich mich immer wieder für meine Freiheit entschieden. Dann kam eine Phase, in der ich nicht mehr wusste, was eigentlich meine Stimme ist, so viele Gesangstechniken hatte ich studiert. Später realisierte ich, dass in jeder meiner Klangfarben ein wesentlicher Teil von mir mitschwingt – dass ich das alles bin. Durch diese Erkenntnis geschah eine weitere Befreiung.

Heute kann ich meine Facetten in ganz unterschiedliche Projekten einbringen. Ich empfinde es als großes Glück, auch in künstlerischen Dienstleistungen kreative Leidenschaft leben und gleichzeitig anderen Menschen berührende Momente schenken zu dürfen. In diesem Bewusstsein entstand 2013 auch das Projekt → Musik zum Abschied, in dem ich moderne Livemusik für Trauerfeiern anbiete. Im Jazz, Pop und allem artverwandten (→ Franziska Böhm & Band) fühle ich mich besonders heimisch. Ich genieße eine enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Musikern und Formationen der Berliner, hannoverschen sowie Stuttgarter Jazzszene und kann meine musikalische Bandbreite dort in spielerischer Freiheit leben. Der Zauber der Improvisation öffnet dafür die Räume. Seit 2013 lasse ich im → Cirque Bouffon (moderner Zirkus) Elemente aus osteuropäischer Weltmusik und dem Soul einfließen. Der Kreis schließt sich. Denn für die Welt des → Cirque Nouveau stand mein Herz ja von Anfang an besonders in Flammen.